Predigt vom 17.1.16
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Matthäus 17:1-9
1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. 4 Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 6 Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. 7 Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben, liebe Gemeinde,
im Mittelpunkt des Textes heute, steht Jesus Christus, der Sohn Gottes. Vor fast einem Monat haben wir gemeinsam die Geburt eines Kindes gefeiert und uns an die Geschehnisse in Bethlehem erinnert. Einige Menschen haben vom Leben Jesu berichtet und aufgeschrieben was passiert ist. Deswegen wissen wir, dass nicht nur irgendein Kind geboren wurde, nicht ein guter Mensch, nicht ein Prophet oder ein Lehrer. Nein! Dieses Kind war Gott. Jesus Christus war vor dem Beginn der Zeit bei Gott und als die Zeit gekommen war, kam er als Mensch auf die Erde. Was für ein Wunder, wie können wir das jemals begreifen?
Bevor wir uns den Text genauer anschauen, wollen wir einen Blick auf das werfen, was vor und was nach unserer heutigen Bibelstelle geschrieben steht. Direkt davor hat Jesus seinen Jüngern, das erste Mal erzählt was bald passieren würde.
Jesus wird nach Jerusalem gehen, er wird viel leiden müssen, und er wird sterben. Aber er wird auch am dritten Tag wieder zum Leben auferstehen.
Darüber waren die Jünger zutiefst bestürzt. Einige konnten es gar nicht fassen, und Petrus wollte seinen Herrn sogar davon abhalten.
Kurz nach unserem heutigen Text lesen wir von Jesu zweiter Leidensankündigung. Das heißt, die Verklärung Jesu passierte genau zwischen den Ankündigungen seines Todes und seiner Auferstehung.
Wir lesen also davon, dass Jesus mit drei ausgewählten Jüngern auf einen hohen Berg steigt. Er nimmt nur drei besondere Jünger mit und deutet damit vielleicht schon an, das etwas sehr Ungewöhnliches, vielleicht etwas sehr Heiliges stattfinden wird. Aus der Parallelstelle im Lukas Evangelium wissen wir, dass Jesus sie zum Beten mit auf den Berg nimmt.
Jesus hat in engster Beziehung zum Vater gelebt. Immer wieder lesen wir, dass er früh morgens aufstand oder sich an einen einsamen Ort zurückzog, um zu beten und mit seinem Vater im Himmel Gemeinschaft zu haben. Und er lehrte auch die Jünger zu beten.
Jesus und seine Jünger sind uns hier ein großes Vorbild. Wie unser Herr Jesus sollen auch wir schon in der Früh Zeit mit unserem Vater im Himmel verbringen. Es gibt gar keinen besseren Start in den Tag als mit Gebet und Bibellesen. So sollen wir unseren Blick ganz auf ihn richten und die Herausforderungen des Tages ihm anvertrauen. Gerade wenn uns die Zeit knapp wird und die Arbeit zu viel, sollen wir uns Zeit nehmen und mit Gott alleine sein. Dann können wir auch, wenn viel los ist, mit Frieden im Herzen leben.
Schaun wir weiter, was passiert ist, als sie auf dem Berg waren. Es steht, dass Jesus vor den Jüngern verklärt wird. Sein Gesicht beginnt zu leuchten wie die Sonne und auch seine Kleidung wird weiß wie das Licht. Es ist eine sehr kurze Beschreibung, gerade einmal ein Satz. Wenn wir uns aber einen Augenblick Zeit nehmen, und uns das Geschriebene vorstellen, kommen wir ins Staunen. Mit Jesus geschieht etwas völlig Unerwartetes. Er beginnt zu leuchten. Ich glaube, es muss ein wirklich ein wunderbarer Anblick für die Jünger gewesen sein. Jesus zu sehen, wie ein Stück seiner Herrlichkeit sichtbar wird. Ein Stück seiner wahren Größe kommt ans Licht und Petrus, Jakobus und Johannes erhalten einen kleinen Eindruck davon, wie wunderbar ihr Herr Jesus ist.
Um als Mensch auf der Erde zu leben, hat Jesus viel aufgegeben. Er gab seinen Platz beim Vater für eine Zeit auf und nahm menschliche Gestalt an. Er sah aus wie du und ich. Aber hier, für einen kurzen Moment, wird etwas von seiner Herrlichkeit und von seiner Schönheit sichtbar.
Das Licht, das von ihm gestrahlt hat, war so hell. Es muss fast unmöglich gewesen sein ihn anzusehen. Hell wie die Sonne, schreibt Matthäus. Wir erinnern uns an Mose, an dem Gott vorübergegangen ist. Ebenfalls auf einem Berg. Gottes Glanz, obwohl Mose ihn nicht ansehen durfte, machte auch Moses Gesicht leuchten sodass die Israeliten sich vor ihm fürchteten. Mose musste seinen Kopf unter einem Tuch verstecken.
Es bleibt aber nicht bei einer wundersamen Erscheinung der Herrlichkeit Jesu. Im nächsten Vers lesen wir, dass plötzlich Mose und Elia erscheinen. Die beiden, Mose durch den die Israeliten das Gesetz bekamen, und Elia, der für die Propheten Gottes steht, beginnen mit Jesus zu reden. In der Vorbereitung habe ich mich gefragt, über was sie wohl geredet haben, aber es war wohl nicht für unsere Ohren bestimmt. Wir erfahren nichts weiter darüber. Vielleicht erklärte Jesus ihnen aber, wie Er selbst, die Erfüllung ist. Denn Mose, steht für das Gesetz, und Elia, für die Propheten und damit auch für die Vorhersagen über den Messias. Jesus ist gekommen um beides zu erfüllen. Das Gesetz, dadurch, dass er niemals gesündigt hat, und die Prophetien in dem sie alle auf ihn zutrafen. Es ist wunderbar zu lesen, was im Alten Testament über den Retter steht, der kommen wird. Gott ließ durch die Propheten ankündigen, dass er in Bethlehem geboren wird, wann er geboren wird, dass er von einer Jungfrau geboren wird, dass er nach Ägypten fliehen muss, dass er auf einem Esel in Jerusalem einziehen wird, dass er verraten wird, und leiden und sterben muss, dass er auferstehen wird und dass er in den Himmel fahren wird. Dazu viele Details und andere Prophetien. Es ist unglaublich, wie klar Gott das Kommen seines Sohnes über Jahrhunderte angekündigt hat. Gott hat viele Geheimnisse, vieles deutet er nur an, vieles bleibt uns noch verborgen. Aber Jesus ist das Licht, dass er nicht unter einen Scheffel stellt. Er leuchtet bereits im Alten Testament.
Der nächste Vers verwundert vielleicht ein bisschen.
Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.
Petrus hat plötzlich das Bedürfnis Hütten zu bauen. Auf den ersten Blick verstehen wir seinen Wunsch möglicherweise nicht. Aber vielleicht kann uns dadurch zumindest klar werden, wie schön dieses Erlebnis der Jünger mit Gott gewesen sein muss.
Petrus wollte nicht, dass es aufhört und sie wieder vom Berg herunter gehen müssen. Er wäre gerne mit Jesus, Elia und Mose dageblieben. Aber er sollte es besser wissen. Ich habe am Anfang ja bereits erwähnt, dass Jesus bereits angekündigt hat, dass er sterben und auferstehen würde.
Im Johannesevangelium lesen wir, dass Jesus in seinen sogenannten Abschiedsreden im vierzehnten Kapitel sagt: In meines Vaters Haus, sind viele Wohnungen... Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
Unser Herr Jesus ist nicht gekommen um für immer bei uns auf der Erde zu leben, sondern um uns zu sich zu holen, zu der Wohnung im Haus des Vaters. Und dort wird es noch schöner sein, als auf dem Berg.
Jesus antwortet Petrus nicht, er bekommt gar keine Gelegenheit, denn es steht: Als er noch so redete, siehe da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
Ich denke, diese Sätze übersteigen unsere Vorstellungskraft. Gott spricht, laut und deutlich, in voller Klarheit. Es muss unglaublich gewesen sein.
Jesus steht im Zentrum dieses Textes. Er steht im Zentrum, weil sein Vater im Himmel Ihn ins Zentrum stellt. Sehr bald wird Jesus seinen Vater verherrlichen, durch seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Jesus würde sehr bald sein Leben für uns geben und damit Gott ehren.
Aber hier erhalten wir einen Vorgeschmack, dass auch Gott seinen Sohn durch die Auferstehung verherrlichen und ehren wird.
Alle Menschen die sagen, dass Jesus nicht Gottes Sohn gewesen sei, werden eines besseren belehrt. Denn Gott selbst bezeugt es. Er sagt es klar und deutlich, mit lauter Stimme. Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; Seiner Stimme sollen wir folgen. Was er uns sagt, das sollen wir tun.
Die Jünger waren zutiefst erschrocken und fielen mit dem Gesicht voran auf die Erde. Wenn Gott erscheint, weicht bei den Stärksten die Kraft. Auch Petrus, der zuvor noch vorlaute Pläne von sich gab, schweigt und fürchtet sich.
Wir haben einen sehr guten Gott, er ist gnädig und barmherzig mehr als wir es uns erträumen könnten. Aber er ist und bleibt Gott, der Schöpfer des Universums, ehrfurchtgebietend und herrlich.
Gleich kommt aber Jesus zu ihnen und spricht:“Fürchtet euch nicht!“
Mir sind zwei Stellen in der Bibel eingefallen ,wo etwas Ähnliches passiert. Einmal in der Offenbarung des Johannes und einmal im Buch des Propheten Daniel. Beide Male erscheint Gott und beide Male fallen Johannes, bzw. Daniel mit dem Gesicht voran auf die Erde. Und wie bei Daniel und bei Johannes, kommt auch hier Jesus, und richtet die Jünger wieder auf. Er spricht: Steht auf und fürchtet euch nicht. Jesus, der Frieden schuf, zwischen Gott und Mensch, hilft uns auf. Diejenigen, die ihr Leben mit und für Jesus leben, werden aufgerichtet, durch seine Kraft. Nur so können wir vor Gott bestehen, wenn wir mit Jesus gestorben und auferstanden sind und durch seine Himmelfahrt, den Heiligen Geist empfangen haben.
Er stellt die Möglichkeit der Gemeinschaft mit Gott wieder her. Ja, wenn wir zu Jesus gehören, dann leben wir bereits jetzt, vor der Ewigkeit, mit ihm und aus seiner Kraft.
Dieses Ereignis schenkt uns einen Eindruck von Gottes und Jesu Herrlichkeit.
Ich denke, wenn wir in der Bibel lesen, sollen wir das Ziel haben, Gott besser kennen zu lernen. Wir haben einen solchen Schatz in dem Wort Gottes. Gott hat uns eine Möglichkeit gegeben ihm zu begegnen und von ihm zu lesen. Gottes Geist hilft uns, Ihn durch sein Wort kennen zu lernen und zu erfahren.
Was können wir vom Predigttext lernen?
Jesus ist Gottes Sohn, er selbst ist Gott. Der Vater bezeugt es. Und der Jünger Johannes schreibt später in seinem Bericht über Jesu Leben, dass Jesus sagt: Ich und der Vater sind eins.
Das heißt, dass Jesu Worte nicht nur für seine Jünger vor zweitausend Jahren gegolten haben. Sie gelten auch für seine Jünger hier und jetzt. Und wer von euch sein Jünger ist, der soll auch heute auf Jesus hören. Preisen wir Gott, dass wir lesen können, was uns Jesus aufträgt. Lasst uns ihm gehorsam sein.
Matthäus 17:1-9
1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. 4 Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 6 Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. 7 Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben, liebe Gemeinde,
im Mittelpunkt des Textes heute, steht Jesus Christus, der Sohn Gottes. Vor fast einem Monat haben wir gemeinsam die Geburt eines Kindes gefeiert und uns an die Geschehnisse in Bethlehem erinnert. Einige Menschen haben vom Leben Jesu berichtet und aufgeschrieben was passiert ist. Deswegen wissen wir, dass nicht nur irgendein Kind geboren wurde, nicht ein guter Mensch, nicht ein Prophet oder ein Lehrer. Nein! Dieses Kind war Gott. Jesus Christus war vor dem Beginn der Zeit bei Gott und als die Zeit gekommen war, kam er als Mensch auf die Erde. Was für ein Wunder, wie können wir das jemals begreifen?
Bevor wir uns den Text genauer anschauen, wollen wir einen Blick auf das werfen, was vor und was nach unserer heutigen Bibelstelle geschrieben steht. Direkt davor hat Jesus seinen Jüngern, das erste Mal erzählt was bald passieren würde.
Jesus wird nach Jerusalem gehen, er wird viel leiden müssen, und er wird sterben. Aber er wird auch am dritten Tag wieder zum Leben auferstehen.
Darüber waren die Jünger zutiefst bestürzt. Einige konnten es gar nicht fassen, und Petrus wollte seinen Herrn sogar davon abhalten.
Kurz nach unserem heutigen Text lesen wir von Jesu zweiter Leidensankündigung. Das heißt, die Verklärung Jesu passierte genau zwischen den Ankündigungen seines Todes und seiner Auferstehung.
Wir lesen also davon, dass Jesus mit drei ausgewählten Jüngern auf einen hohen Berg steigt. Er nimmt nur drei besondere Jünger mit und deutet damit vielleicht schon an, das etwas sehr Ungewöhnliches, vielleicht etwas sehr Heiliges stattfinden wird. Aus der Parallelstelle im Lukas Evangelium wissen wir, dass Jesus sie zum Beten mit auf den Berg nimmt.
Jesus hat in engster Beziehung zum Vater gelebt. Immer wieder lesen wir, dass er früh morgens aufstand oder sich an einen einsamen Ort zurückzog, um zu beten und mit seinem Vater im Himmel Gemeinschaft zu haben. Und er lehrte auch die Jünger zu beten.
Jesus und seine Jünger sind uns hier ein großes Vorbild. Wie unser Herr Jesus sollen auch wir schon in der Früh Zeit mit unserem Vater im Himmel verbringen. Es gibt gar keinen besseren Start in den Tag als mit Gebet und Bibellesen. So sollen wir unseren Blick ganz auf ihn richten und die Herausforderungen des Tages ihm anvertrauen. Gerade wenn uns die Zeit knapp wird und die Arbeit zu viel, sollen wir uns Zeit nehmen und mit Gott alleine sein. Dann können wir auch, wenn viel los ist, mit Frieden im Herzen leben.
Schaun wir weiter, was passiert ist, als sie auf dem Berg waren. Es steht, dass Jesus vor den Jüngern verklärt wird. Sein Gesicht beginnt zu leuchten wie die Sonne und auch seine Kleidung wird weiß wie das Licht. Es ist eine sehr kurze Beschreibung, gerade einmal ein Satz. Wenn wir uns aber einen Augenblick Zeit nehmen, und uns das Geschriebene vorstellen, kommen wir ins Staunen. Mit Jesus geschieht etwas völlig Unerwartetes. Er beginnt zu leuchten. Ich glaube, es muss ein wirklich ein wunderbarer Anblick für die Jünger gewesen sein. Jesus zu sehen, wie ein Stück seiner Herrlichkeit sichtbar wird. Ein Stück seiner wahren Größe kommt ans Licht und Petrus, Jakobus und Johannes erhalten einen kleinen Eindruck davon, wie wunderbar ihr Herr Jesus ist.
Um als Mensch auf der Erde zu leben, hat Jesus viel aufgegeben. Er gab seinen Platz beim Vater für eine Zeit auf und nahm menschliche Gestalt an. Er sah aus wie du und ich. Aber hier, für einen kurzen Moment, wird etwas von seiner Herrlichkeit und von seiner Schönheit sichtbar.
Das Licht, das von ihm gestrahlt hat, war so hell. Es muss fast unmöglich gewesen sein ihn anzusehen. Hell wie die Sonne, schreibt Matthäus. Wir erinnern uns an Mose, an dem Gott vorübergegangen ist. Ebenfalls auf einem Berg. Gottes Glanz, obwohl Mose ihn nicht ansehen durfte, machte auch Moses Gesicht leuchten sodass die Israeliten sich vor ihm fürchteten. Mose musste seinen Kopf unter einem Tuch verstecken.
Es bleibt aber nicht bei einer wundersamen Erscheinung der Herrlichkeit Jesu. Im nächsten Vers lesen wir, dass plötzlich Mose und Elia erscheinen. Die beiden, Mose durch den die Israeliten das Gesetz bekamen, und Elia, der für die Propheten Gottes steht, beginnen mit Jesus zu reden. In der Vorbereitung habe ich mich gefragt, über was sie wohl geredet haben, aber es war wohl nicht für unsere Ohren bestimmt. Wir erfahren nichts weiter darüber. Vielleicht erklärte Jesus ihnen aber, wie Er selbst, die Erfüllung ist. Denn Mose, steht für das Gesetz, und Elia, für die Propheten und damit auch für die Vorhersagen über den Messias. Jesus ist gekommen um beides zu erfüllen. Das Gesetz, dadurch, dass er niemals gesündigt hat, und die Prophetien in dem sie alle auf ihn zutrafen. Es ist wunderbar zu lesen, was im Alten Testament über den Retter steht, der kommen wird. Gott ließ durch die Propheten ankündigen, dass er in Bethlehem geboren wird, wann er geboren wird, dass er von einer Jungfrau geboren wird, dass er nach Ägypten fliehen muss, dass er auf einem Esel in Jerusalem einziehen wird, dass er verraten wird, und leiden und sterben muss, dass er auferstehen wird und dass er in den Himmel fahren wird. Dazu viele Details und andere Prophetien. Es ist unglaublich, wie klar Gott das Kommen seines Sohnes über Jahrhunderte angekündigt hat. Gott hat viele Geheimnisse, vieles deutet er nur an, vieles bleibt uns noch verborgen. Aber Jesus ist das Licht, dass er nicht unter einen Scheffel stellt. Er leuchtet bereits im Alten Testament.
Der nächste Vers verwundert vielleicht ein bisschen.
Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.
Petrus hat plötzlich das Bedürfnis Hütten zu bauen. Auf den ersten Blick verstehen wir seinen Wunsch möglicherweise nicht. Aber vielleicht kann uns dadurch zumindest klar werden, wie schön dieses Erlebnis der Jünger mit Gott gewesen sein muss.
Petrus wollte nicht, dass es aufhört und sie wieder vom Berg herunter gehen müssen. Er wäre gerne mit Jesus, Elia und Mose dageblieben. Aber er sollte es besser wissen. Ich habe am Anfang ja bereits erwähnt, dass Jesus bereits angekündigt hat, dass er sterben und auferstehen würde.
Im Johannesevangelium lesen wir, dass Jesus in seinen sogenannten Abschiedsreden im vierzehnten Kapitel sagt: In meines Vaters Haus, sind viele Wohnungen... Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
Unser Herr Jesus ist nicht gekommen um für immer bei uns auf der Erde zu leben, sondern um uns zu sich zu holen, zu der Wohnung im Haus des Vaters. Und dort wird es noch schöner sein, als auf dem Berg.
Jesus antwortet Petrus nicht, er bekommt gar keine Gelegenheit, denn es steht: Als er noch so redete, siehe da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
Ich denke, diese Sätze übersteigen unsere Vorstellungskraft. Gott spricht, laut und deutlich, in voller Klarheit. Es muss unglaublich gewesen sein.
Jesus steht im Zentrum dieses Textes. Er steht im Zentrum, weil sein Vater im Himmel Ihn ins Zentrum stellt. Sehr bald wird Jesus seinen Vater verherrlichen, durch seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Jesus würde sehr bald sein Leben für uns geben und damit Gott ehren.
Aber hier erhalten wir einen Vorgeschmack, dass auch Gott seinen Sohn durch die Auferstehung verherrlichen und ehren wird.
Alle Menschen die sagen, dass Jesus nicht Gottes Sohn gewesen sei, werden eines besseren belehrt. Denn Gott selbst bezeugt es. Er sagt es klar und deutlich, mit lauter Stimme. Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; Seiner Stimme sollen wir folgen. Was er uns sagt, das sollen wir tun.
Die Jünger waren zutiefst erschrocken und fielen mit dem Gesicht voran auf die Erde. Wenn Gott erscheint, weicht bei den Stärksten die Kraft. Auch Petrus, der zuvor noch vorlaute Pläne von sich gab, schweigt und fürchtet sich.
Wir haben einen sehr guten Gott, er ist gnädig und barmherzig mehr als wir es uns erträumen könnten. Aber er ist und bleibt Gott, der Schöpfer des Universums, ehrfurchtgebietend und herrlich.
Gleich kommt aber Jesus zu ihnen und spricht:“Fürchtet euch nicht!“
Mir sind zwei Stellen in der Bibel eingefallen ,wo etwas Ähnliches passiert. Einmal in der Offenbarung des Johannes und einmal im Buch des Propheten Daniel. Beide Male erscheint Gott und beide Male fallen Johannes, bzw. Daniel mit dem Gesicht voran auf die Erde. Und wie bei Daniel und bei Johannes, kommt auch hier Jesus, und richtet die Jünger wieder auf. Er spricht: Steht auf und fürchtet euch nicht. Jesus, der Frieden schuf, zwischen Gott und Mensch, hilft uns auf. Diejenigen, die ihr Leben mit und für Jesus leben, werden aufgerichtet, durch seine Kraft. Nur so können wir vor Gott bestehen, wenn wir mit Jesus gestorben und auferstanden sind und durch seine Himmelfahrt, den Heiligen Geist empfangen haben.
Er stellt die Möglichkeit der Gemeinschaft mit Gott wieder her. Ja, wenn wir zu Jesus gehören, dann leben wir bereits jetzt, vor der Ewigkeit, mit ihm und aus seiner Kraft.
Dieses Ereignis schenkt uns einen Eindruck von Gottes und Jesu Herrlichkeit.
Ich denke, wenn wir in der Bibel lesen, sollen wir das Ziel haben, Gott besser kennen zu lernen. Wir haben einen solchen Schatz in dem Wort Gottes. Gott hat uns eine Möglichkeit gegeben ihm zu begegnen und von ihm zu lesen. Gottes Geist hilft uns, Ihn durch sein Wort kennen zu lernen und zu erfahren.
Was können wir vom Predigttext lernen?
Jesus ist Gottes Sohn, er selbst ist Gott. Der Vater bezeugt es. Und der Jünger Johannes schreibt später in seinem Bericht über Jesu Leben, dass Jesus sagt: Ich und der Vater sind eins.
Das heißt, dass Jesu Worte nicht nur für seine Jünger vor zweitausend Jahren gegolten haben. Sie gelten auch für seine Jünger hier und jetzt. Und wer von euch sein Jünger ist, der soll auch heute auf Jesus hören. Preisen wir Gott, dass wir lesen können, was uns Jesus aufträgt. Lasst uns ihm gehorsam sein.
davidb - 19. Jan, 10:59
