Let's not agree to disagree
Toleranz gilt als gut. Es herrscht Meinungsfreiheit und alle Meinungen müssen toleriert werden. Wenn jemand sagt:“ Das ist meine Meinung, daran glaube ich.“, dann muss ich das einfach so hinnehmen.
Das Gleiche gilt auch bei Weltanschauungen. Wenn jemand ein bestimmtes Weltbild hat, muss ich tolerant sein und es akzeptieren.
Aber wieso? Wieso sollte ich? Und vor allem: Wieso sollte das gut sein?
Wenn jemand an sein Horoskop glaubt und mir das mitteilt, dann kann ich doch nicht sagen, dass sei O.K. Schließlich weiß ich, dass sich dieses Horoskop irgendjemand ausgedacht hat und es keinerlei Wahrheitsanspruch hat.
Ist es nicht unverantwortbar jeden in seinem Glauben zu lassen?
Wir Menschen können doch über uns selbst und unser Leben nachdenken. Wir können etwas hören darüber nachdenken und dann unsere Meinung ändern.
Indem ich aber alles toleriere und nichts dagegen sage, lasse ich den anderen oft einfach im Dunkeln tappen.
In dieser Art von Toleranz sehe ich ein großes Problem. Dinge werden nicht mehr hinterfragt!
Ist es nicht etwas Außergewöhnliches, dass wir Menschen hinterfragen können? Sollten wir nicht unser Hirn benutzen, mit dem wir so großartige Leistungen vollbringen können? Kann man der Gehirnwäsche die ununterbrochen auf uns Menschen einprasselt nicht Einhalt gebieten? Wieso sollte ich nicht zu jemanden sagen dürfen: Wie du das siehst ist falsch!
Natürlich muss ich meine Meinung begründen. Aber ich kann niemals zu einem Menschen der an die Kraft der Steine glaubt sagen das sei akzeptabel oder sogar richtig.
Ist es nicht!
Nur weil ich mir etwas wünsche bekomme ich es nicht automatisch. Es ist nicht der leichteste Weg, der mich ans Ziel bringt und ich kann beim besten Willen nicht aus jeder Vorstellung oder Weltanschauung Sinn für mein Leben gewinnen. So funktioniert das Leben nicht.
Menschen nehmen leider gerne einen leichten Weg. Wenn die Werbung behauptet das neue Deo von der und der Marke brächte Freiheit dann kaufen wir es. In diesem Sinne sind wir gerne naiv. Weil es angenehm ist für 5 € Freiheit zu erlangen. Ob die Behauptung aus der Werbung stimmt wird oft gar nicht mehr hinterfragt.
Wir degradieren Wahrheit zu etwas absolut Wertlosem. Alles ist heutzutage Wahrheit und sie kann auch überall gefunden werden. Wir machen sie abhängig von unseren Bedürfnissen, Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen- wie lächerlich.
Die Wahrheit muss uns nicht gefallen und wir können keine Ansprüche an sie stellen, wie sie auszusehen hat. Die Wahrheit an sich ist eben nur die Wahrheit.
Ich lade an dieser Stelle ein darüber nachzudenken, wie oft Toleranz unnötig und sogar schlecht sein kann. Es gibt wirklich viele Beispiele wo Toleranz schlimme Auswirkungen haben kann. Aber da lass ich euch erstmal selber nachdenken.
Ich möchte jetzt noch auf einen Bereich in meinem Leben eingehen, in dem Toleranz eine sehr große Rolle spielt.
Ich habe in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt, dass ich Christ bin.
Und wenn es um Religion geht gibt es zwei Dinge, die mich wirklich stören.
Zum ersten wird von der Gesellschaft verlangt alle Religionen als gleichwertig anzusehen.
Diese Forderung entsteht meiner Meinung nach aus einem klaren Denkfehler. Denn ich kann zwar als nicht-religiöser Politiker alle Religionen gleich behandeln, aber nicht als Gläubiger.
Hier spreche ich noch nicht einmal von Christen. Keine Religion kann eine andere gelten lassen. Das kann sie sich schlicht und einfach nicht leisten. Jede Religion die auf den absoluten Wahrheitsanspruch verzichtet, verzichtet auch auf ihre Glaubwürdigkeit.
Niemals kann eine religiöse Lehre beinhalten, dass es auch andere Wege zum Ziel (welches auch immer) geben könnte. Und wenn man sich die populären Religionen ansieht, merkt man auch, dass keine von ihnen das tut.
Und das sage ich, auch wenn ich weiß, dass es sehr beliebt geworden ist, die christliche Religion als tolerant und gemäßigt darzustellen. In Wirklichkeit ist diese Toleranz nicht biblisch. Jesus sagt ganz klar, dass er der einzige Weg ist. Und mit diesem Wissen gilt es als Christ verantwortungsvoll umzugehen.
Der erste Punkt der mich im Bezug auf Religion stört ist also, dass von der Gesellschaft verlangt wird alle Religionen auf eine Stufe zu stellen. Mir wurde schon öfter gesagt, dass ich nicht behaupten dürfe, dass eine andere Religion falsch läge. Ich müsse eben tolerant sein.
Hier wird mir trotz aller Toleranz verboten meine Meinung zu äußern.
Der zweite Punkt ist in der Kirche zu finden. Christen in Europa sind lau geworden. Da ist keine Leidenschaft, kein Feuer und keine Überzeugung mehr zu finden.
Kein Wunder, dass immer weniger Menschen tatsächlich an Gott glauben und ihren Glauben leben. Das Bild, das Christen, von ihrem Glauben präsentieren ist ein Abklatsch dessen was es sein sollte. Wie oft sind Christen verbittert oder unzufrieden. Ihnen fehlt die Freude, die es allen klar machen würde, dass sie anders sind als nicht-Christen.
Wir nehmen alles hin und predigen ein Evangelium in dem jeder Mensch Gottes Kind ist und lassen jedem in seinem Glauben. Die Entfernung von Gottes Wort ist oft erschreckend.
Es ist schlimm zu beobachten wie weit wir, nur um der Gesellschaft gerecht zu werden, unsere Grundsätze und Einstellungen verlassen und Kompromisse schließen.
Dabei muss jeder Christ davon überzeugt sein, dass Gott, und nur Gott allein, die Wahrheit ist und dass es keine Rettung außerhalb des Glaubens an Jesus Christus gibt. Es ist (nach Mat 28:16-20) unsere Pflicht, Sein Wort weiter zu erzählen und nicht Tatenlos zuzusehen wie die Welt den Bach runter geht.
Ich möchte abschließend noch etwas anbringen. Ich bin nicht dagegen, dass irgendjemand seine Meinung äußert. Im Gegenteil: Ich wünsche mir oft viel klarere Meinungen und eine Offenheit, über die Dinge zu reden.
Ich behaupte nicht, dass irgendwem eine Meinung aufgezwungen werden sollte. Auf keinen Fall. Ich sage aber ganz klar, dass nicht jede Meinung toleriert werden darf. Auch der Staat Österreich kann nicht jede Meinung tolerieren, da nicht jede Meinung mit dem Gesetz zu verbinden ist. Genauso sollten auch wir die Dinge prüfen die wir hinnehmen, und bei denen wir oft das Gefühl haben, sie akzeptieren zu müssen. Manchmal ist es unsere Pflicht, etwas nicht zu akzeptieren.
Ich hoffe der Beitrag konnte manchen einen neuen Blickwinkel auf dieses Thema geben.
-david-
PS: Kritik und Anregungen sind erwünscht. :)
Das Gleiche gilt auch bei Weltanschauungen. Wenn jemand ein bestimmtes Weltbild hat, muss ich tolerant sein und es akzeptieren.
Aber wieso? Wieso sollte ich? Und vor allem: Wieso sollte das gut sein?
Wenn jemand an sein Horoskop glaubt und mir das mitteilt, dann kann ich doch nicht sagen, dass sei O.K. Schließlich weiß ich, dass sich dieses Horoskop irgendjemand ausgedacht hat und es keinerlei Wahrheitsanspruch hat.
Ist es nicht unverantwortbar jeden in seinem Glauben zu lassen?
Wir Menschen können doch über uns selbst und unser Leben nachdenken. Wir können etwas hören darüber nachdenken und dann unsere Meinung ändern.
Indem ich aber alles toleriere und nichts dagegen sage, lasse ich den anderen oft einfach im Dunkeln tappen.
In dieser Art von Toleranz sehe ich ein großes Problem. Dinge werden nicht mehr hinterfragt!
Ist es nicht etwas Außergewöhnliches, dass wir Menschen hinterfragen können? Sollten wir nicht unser Hirn benutzen, mit dem wir so großartige Leistungen vollbringen können? Kann man der Gehirnwäsche die ununterbrochen auf uns Menschen einprasselt nicht Einhalt gebieten? Wieso sollte ich nicht zu jemanden sagen dürfen: Wie du das siehst ist falsch!
Natürlich muss ich meine Meinung begründen. Aber ich kann niemals zu einem Menschen der an die Kraft der Steine glaubt sagen das sei akzeptabel oder sogar richtig.
Ist es nicht!
Nur weil ich mir etwas wünsche bekomme ich es nicht automatisch. Es ist nicht der leichteste Weg, der mich ans Ziel bringt und ich kann beim besten Willen nicht aus jeder Vorstellung oder Weltanschauung Sinn für mein Leben gewinnen. So funktioniert das Leben nicht.
Menschen nehmen leider gerne einen leichten Weg. Wenn die Werbung behauptet das neue Deo von der und der Marke brächte Freiheit dann kaufen wir es. In diesem Sinne sind wir gerne naiv. Weil es angenehm ist für 5 € Freiheit zu erlangen. Ob die Behauptung aus der Werbung stimmt wird oft gar nicht mehr hinterfragt.
Wir degradieren Wahrheit zu etwas absolut Wertlosem. Alles ist heutzutage Wahrheit und sie kann auch überall gefunden werden. Wir machen sie abhängig von unseren Bedürfnissen, Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen- wie lächerlich.
Die Wahrheit muss uns nicht gefallen und wir können keine Ansprüche an sie stellen, wie sie auszusehen hat. Die Wahrheit an sich ist eben nur die Wahrheit.
Ich lade an dieser Stelle ein darüber nachzudenken, wie oft Toleranz unnötig und sogar schlecht sein kann. Es gibt wirklich viele Beispiele wo Toleranz schlimme Auswirkungen haben kann. Aber da lass ich euch erstmal selber nachdenken.
Ich möchte jetzt noch auf einen Bereich in meinem Leben eingehen, in dem Toleranz eine sehr große Rolle spielt.
Ich habe in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt, dass ich Christ bin.
Und wenn es um Religion geht gibt es zwei Dinge, die mich wirklich stören.
Zum ersten wird von der Gesellschaft verlangt alle Religionen als gleichwertig anzusehen.
Diese Forderung entsteht meiner Meinung nach aus einem klaren Denkfehler. Denn ich kann zwar als nicht-religiöser Politiker alle Religionen gleich behandeln, aber nicht als Gläubiger.
Hier spreche ich noch nicht einmal von Christen. Keine Religion kann eine andere gelten lassen. Das kann sie sich schlicht und einfach nicht leisten. Jede Religion die auf den absoluten Wahrheitsanspruch verzichtet, verzichtet auch auf ihre Glaubwürdigkeit.
Niemals kann eine religiöse Lehre beinhalten, dass es auch andere Wege zum Ziel (welches auch immer) geben könnte. Und wenn man sich die populären Religionen ansieht, merkt man auch, dass keine von ihnen das tut.
Und das sage ich, auch wenn ich weiß, dass es sehr beliebt geworden ist, die christliche Religion als tolerant und gemäßigt darzustellen. In Wirklichkeit ist diese Toleranz nicht biblisch. Jesus sagt ganz klar, dass er der einzige Weg ist. Und mit diesem Wissen gilt es als Christ verantwortungsvoll umzugehen.
Der erste Punkt der mich im Bezug auf Religion stört ist also, dass von der Gesellschaft verlangt wird alle Religionen auf eine Stufe zu stellen. Mir wurde schon öfter gesagt, dass ich nicht behaupten dürfe, dass eine andere Religion falsch läge. Ich müsse eben tolerant sein.
Hier wird mir trotz aller Toleranz verboten meine Meinung zu äußern.
Der zweite Punkt ist in der Kirche zu finden. Christen in Europa sind lau geworden. Da ist keine Leidenschaft, kein Feuer und keine Überzeugung mehr zu finden.
Kein Wunder, dass immer weniger Menschen tatsächlich an Gott glauben und ihren Glauben leben. Das Bild, das Christen, von ihrem Glauben präsentieren ist ein Abklatsch dessen was es sein sollte. Wie oft sind Christen verbittert oder unzufrieden. Ihnen fehlt die Freude, die es allen klar machen würde, dass sie anders sind als nicht-Christen.
Wir nehmen alles hin und predigen ein Evangelium in dem jeder Mensch Gottes Kind ist und lassen jedem in seinem Glauben. Die Entfernung von Gottes Wort ist oft erschreckend.
Es ist schlimm zu beobachten wie weit wir, nur um der Gesellschaft gerecht zu werden, unsere Grundsätze und Einstellungen verlassen und Kompromisse schließen.
Dabei muss jeder Christ davon überzeugt sein, dass Gott, und nur Gott allein, die Wahrheit ist und dass es keine Rettung außerhalb des Glaubens an Jesus Christus gibt. Es ist (nach Mat 28:16-20) unsere Pflicht, Sein Wort weiter zu erzählen und nicht Tatenlos zuzusehen wie die Welt den Bach runter geht.
Ich möchte abschließend noch etwas anbringen. Ich bin nicht dagegen, dass irgendjemand seine Meinung äußert. Im Gegenteil: Ich wünsche mir oft viel klarere Meinungen und eine Offenheit, über die Dinge zu reden.
Ich behaupte nicht, dass irgendwem eine Meinung aufgezwungen werden sollte. Auf keinen Fall. Ich sage aber ganz klar, dass nicht jede Meinung toleriert werden darf. Auch der Staat Österreich kann nicht jede Meinung tolerieren, da nicht jede Meinung mit dem Gesetz zu verbinden ist. Genauso sollten auch wir die Dinge prüfen die wir hinnehmen, und bei denen wir oft das Gefühl haben, sie akzeptieren zu müssen. Manchmal ist es unsere Pflicht, etwas nicht zu akzeptieren.
Ich hoffe der Beitrag konnte manchen einen neuen Blickwinkel auf dieses Thema geben.
-david-
PS: Kritik und Anregungen sind erwünscht. :)
davidb - 8. Jul, 11:11
