TV & Me
Da ich seit einiger Zeit der Meinung bin, dass das Fernsehen ziemlich schlecht für Menschen ist möchte ich hier ein paar kritische Gedanken äußern.
1. Wir bestimmen nicht was gezeigt wird sondern sind dem angebotenen Programm ausgeliefert. Die Leute die Fernsehen produzieren achten auf Gewinn und in keinster Weise auf die Vermittlung von Moral und guten Werten. Daraus folgt direkt, dass fast alles, was wir uns ansehen schlecht für uns sein kann. Ich bin der Überzeugung, dass alles was wir sehen und hören einen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Einstellung hat. Wir übernehmen speziell beim Fernsehen Dinge, über die wir nicht nachdenken, weil das Fernsehen unser Hirn überlistet und in einen Zustand versetzt in dem wir zwar aufnahmefähig sind aber nicht mehr filtern. Das kenne ich so aus eigener Erfahrung und es ist nur logisch, dass wenn wir etwas jeden Tag sehen es für normal halten. Unser Begriff von dem was Normal ist und was nicht steht in starkem Zusammenhang mit dem was wir erleben! Und man muss kein Genie sein, um den Einfluss von moderner Serien in der Gesellschaft zu sehen.
2. Beim Fernsehen wird unser Wille eingeschränkt. Das hört sich vielleicht brutal an, wenn ich aber überlege wie schwer es mir fällt nach einem Film einfach auszuschalten und etwas anderes zu machen wird das sehr offensichtlich. Unser Kreislauf läuft auf Sparflamme und am liebsten würde man nie wieder aufstehen. Schließlich muss man sich nicht bewegen, kann nebenbei essen und wird toll unterhalten.
3. Soziale Kontakte leiden sehr stark unter dem Medium Fernsehen. Das begründe ich damit, dass wir in der Zeit in der wir Fernsehen uns mit Freunden treffen könnten oder aber, was viel häufiger der Fall ist, mit unserem Partner oder der Familie reden könnten. Und ich merke es täglich wie das permanente Fernsehen nach dem Abendessen, das meist bis in die Nacht geht (siehe Punkt 2) die Kommunikation in der Familie verhindert. Man sitzt da, lässt sich berieseln und verliert jegliches Interesse an den anderen, die oft sogar daneben sitzen. Der Einwand man könne ja auch gemeinsam Fernsehen ist also Blödsinn. Das größte Problem in dieser Hinsicht ist, dass Freundschaften und Beziehungen stark davon abhängen gepflegt zu werden. Reden und interessiertes Zuhören sind die Grundlage. Es reicht nicht zu fragen wie es geht und 30 Sekunden später vor dem Fernsehen zu sitzen und alles andere zu vergessen. Dieses Verhalten zerstört schleichend aber unaufhaltsam jede Beziehung.
4. Das Fernsehen nimmt keine Rücksicht auf die Zuseher. Gerade Kinder (die ja inzwischen immer seltener früh ins Bett müssen) werden irrsinnigen Bilderfolgen ausgesetzt. Zu glauben das Gewalt in Filmen keine Auswirkung auf uns hat ist schlicht und einfach naiv. Es gibt einfach nichts das wir erleben, was uns nicht direkt beeinflusst. Ich behaupte nicht, dass bei vielen eine Gefahr besteht zum Gewalttäter zu werden, denn immerhin wissen wir meistens, dass wir es hier nicht mit der Realitiät zu tun haben. Ich behaupte aber, dass es sehr schnell passiert einen liebevollen Umgang zu verlieren, wenn man permanent Zeuge von Mord, Vergewaltigung, Krieg und Terror ist. Darüber denken wir einfach nicht nach.
5. Fernsehen behindert unser Denken. Während ich vor dem Fernseher sitze (und es würde mich stark wundern wenn es anderen da anders ginge) denke ich nicht produktiv. Das was ich sehe und höre prasselt mit solcher Wucht (die Regisseure und Autoren wissen ein Publikum zu fesseln) auf mich ein, dass ich keine Chance habe einen klaren Gedanken zu fassen. Wenn ich also ein paar Stunden vor dem Fernseher sitze, hat das schlicht und einfach die Wirkung, dass ich in der Zeit nichts produktives Denke, obwohl sich mein Hirn im Gegensatz zu der allgemein gültigen Meinung überhaupt nicht entspannen kann. Das ist klar, es muss schließlich unzählige Reize aufnehmen, einordnen und verarbeiten. Wenn ich aber jeden Tag stundenlang vor dem Fernseher sitze sehe ich eine große Gefahr, denken zu verlernen. Der Spruch:“ Use it, or lose it!“ im Bezug auf unser Hirn, passt hier, wie ich finde, sehr gut. Wieder ein Phänomen, das ich ohne Probleme in der Gesellschaft wieder finde. Leute verlieren die Möglichkeit ordentlich zu denken.
Wünsche Kritik und Anregungen sind willkommen :)
-david-
1. Wir bestimmen nicht was gezeigt wird sondern sind dem angebotenen Programm ausgeliefert. Die Leute die Fernsehen produzieren achten auf Gewinn und in keinster Weise auf die Vermittlung von Moral und guten Werten. Daraus folgt direkt, dass fast alles, was wir uns ansehen schlecht für uns sein kann. Ich bin der Überzeugung, dass alles was wir sehen und hören einen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Einstellung hat. Wir übernehmen speziell beim Fernsehen Dinge, über die wir nicht nachdenken, weil das Fernsehen unser Hirn überlistet und in einen Zustand versetzt in dem wir zwar aufnahmefähig sind aber nicht mehr filtern. Das kenne ich so aus eigener Erfahrung und es ist nur logisch, dass wenn wir etwas jeden Tag sehen es für normal halten. Unser Begriff von dem was Normal ist und was nicht steht in starkem Zusammenhang mit dem was wir erleben! Und man muss kein Genie sein, um den Einfluss von moderner Serien in der Gesellschaft zu sehen.
2. Beim Fernsehen wird unser Wille eingeschränkt. Das hört sich vielleicht brutal an, wenn ich aber überlege wie schwer es mir fällt nach einem Film einfach auszuschalten und etwas anderes zu machen wird das sehr offensichtlich. Unser Kreislauf läuft auf Sparflamme und am liebsten würde man nie wieder aufstehen. Schließlich muss man sich nicht bewegen, kann nebenbei essen und wird toll unterhalten.
3. Soziale Kontakte leiden sehr stark unter dem Medium Fernsehen. Das begründe ich damit, dass wir in der Zeit in der wir Fernsehen uns mit Freunden treffen könnten oder aber, was viel häufiger der Fall ist, mit unserem Partner oder der Familie reden könnten. Und ich merke es täglich wie das permanente Fernsehen nach dem Abendessen, das meist bis in die Nacht geht (siehe Punkt 2) die Kommunikation in der Familie verhindert. Man sitzt da, lässt sich berieseln und verliert jegliches Interesse an den anderen, die oft sogar daneben sitzen. Der Einwand man könne ja auch gemeinsam Fernsehen ist also Blödsinn. Das größte Problem in dieser Hinsicht ist, dass Freundschaften und Beziehungen stark davon abhängen gepflegt zu werden. Reden und interessiertes Zuhören sind die Grundlage. Es reicht nicht zu fragen wie es geht und 30 Sekunden später vor dem Fernsehen zu sitzen und alles andere zu vergessen. Dieses Verhalten zerstört schleichend aber unaufhaltsam jede Beziehung.
4. Das Fernsehen nimmt keine Rücksicht auf die Zuseher. Gerade Kinder (die ja inzwischen immer seltener früh ins Bett müssen) werden irrsinnigen Bilderfolgen ausgesetzt. Zu glauben das Gewalt in Filmen keine Auswirkung auf uns hat ist schlicht und einfach naiv. Es gibt einfach nichts das wir erleben, was uns nicht direkt beeinflusst. Ich behaupte nicht, dass bei vielen eine Gefahr besteht zum Gewalttäter zu werden, denn immerhin wissen wir meistens, dass wir es hier nicht mit der Realitiät zu tun haben. Ich behaupte aber, dass es sehr schnell passiert einen liebevollen Umgang zu verlieren, wenn man permanent Zeuge von Mord, Vergewaltigung, Krieg und Terror ist. Darüber denken wir einfach nicht nach.
5. Fernsehen behindert unser Denken. Während ich vor dem Fernseher sitze (und es würde mich stark wundern wenn es anderen da anders ginge) denke ich nicht produktiv. Das was ich sehe und höre prasselt mit solcher Wucht (die Regisseure und Autoren wissen ein Publikum zu fesseln) auf mich ein, dass ich keine Chance habe einen klaren Gedanken zu fassen. Wenn ich also ein paar Stunden vor dem Fernseher sitze, hat das schlicht und einfach die Wirkung, dass ich in der Zeit nichts produktives Denke, obwohl sich mein Hirn im Gegensatz zu der allgemein gültigen Meinung überhaupt nicht entspannen kann. Das ist klar, es muss schließlich unzählige Reize aufnehmen, einordnen und verarbeiten. Wenn ich aber jeden Tag stundenlang vor dem Fernseher sitze sehe ich eine große Gefahr, denken zu verlernen. Der Spruch:“ Use it, or lose it!“ im Bezug auf unser Hirn, passt hier, wie ich finde, sehr gut. Wieder ein Phänomen, das ich ohne Probleme in der Gesellschaft wieder finde. Leute verlieren die Möglichkeit ordentlich zu denken.
Wünsche Kritik und Anregungen sind willkommen :)
-david-
davidb - 15. Jul, 17:13
